Ausschreibung des Siebenpfeiffer-Preises 2024


17. Siebenpfeiffer-Preis ist ausgeschrieben

  “Die Presse – nothwendig frei, denn sie ist die Stimme aller, ihr Schweigen ist der Tod der Freiheit.

Jede Tyrannei, welche eine Idee morden will, beginnt damit, daß sie die Presse knebelt.”

 

Die Siebenpfeiffer-Stiftung schreibt zum 17. Mal den Siebenpfeiffer-Preis für engagierten Journalismus aus. Zwar ist heute die Freiheit der Presse im Grundgesetz verankert, gleichwohl gibt es allenthalben Tendenzen, journalistische Unabhängigkeit einzuschränken.

Mit dem Siebenpfeiffer‐Preis werden Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die sich in der Tradition und nach dem Vorbild von Philipp Jakob Siebenpfeiffer heute für die freiheitlichen Grundrechte und die demokratischen Grundwerte in herausragender Weise engagieren und damit gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, die Grundprinzipien des Vormärz, sollen die Leitmotive der publizistischen Arbeit sein. Nur durch das Bekenntnis und das Eintreten für die demokratischen Rechte – Siebenpfeiffer wurde 1830 wegen seines Engagements des Amtes als „Landcommissär“ enthoben – können die Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert sind, gefördert und gestärkt werden. Dazu will der Siebenpfeiffer-Preis einen Beitrag leisten.

Bewerbung / Vorschläge

Um den Siebenpfeiffer-Preis können sich Journalistinnen und Journalisten bewerben. Für den Wettbewerb in Frage kommende Personen können auch von Dritten vorgeschlagen werden. Die Bewerbungsunterlagen sollten einen kurzen Lebenslauf, aus dem der journalistische Werdegang hervorgeht, sowie Arbeiten enthalten, aufgrund derer die Prämierung vorgeschlagen wird. Die Arbeiten müssen nicht eigens zu diesem Wettbewerb angefertigt sein. Die Bewerbungsunterlagen sind rechtzeitig einzureichen bei der:

Siebenpfeiffer-Stiftung

Am Forum 1

66424 Homburg

Tel. 06841/1048419

Email: info@siebenpfeiffer-stiftung.de

Bewerbungsschluss:

29. Februar 2024

Verfahren

Aus den eingegangenen Bewerbungen bzw. Vorschlägen ermittelt eine Jury unter dem Vorsitz des SR-Intendanten Martin Grasmück den bzw. die Preisträger(in). Der Jury gehören je ein Mitglied der Journalistenverbände aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und dem Saarland, ein Mitglied der Hambach-Gesellschaft für Historische Forschung und politische Bildung e.V., ein(e) Wissenschaftler(in) aus dem Fachbereich Neuere Geschichte, ein(e) Vertreter(in) der Saarbrücker Zeitung, der Vorsitzende des „Freundeskreises der Siebenpfeiffer-Stiftung e.V.“ sowie zwei Mitglieder des saarpfälzischen Kreistages an. Die Jury-Entscheidung ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Siebenpfeiffer-Preis ist mit

10.000 Euro

dotiert.

Der Festakt zur Preisverleihung ist für November 2024 in Homburg/Saarpfalz vorgesehen.

Der Siebenpfeiffer-Preis

Der Siebenpfeiffer-Preis wird alle zwei bis drei Jahre verliehen. Mit dem Preis werden Journalistinnen bzw. Journalisten ausgezeichnet, die durch Veröffentlichungen in den zeitgenössischen Medien das demokratische Bewusstsein in unserer Zeit fördern und sich ohne Rücksicht auf persönliche Karriere oder finanzielle Vorteile für die Grundwerte des Vormärz „Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit“ einsetzen. Bisherige Preisträger waren Franz Alt (1987), Marie-Luise Scherer (1989), Siegbert Schefke und Aram Radomski (1991), Ralph Giordano (1994), Carola Stern (1997), Heribert Prantl (1999), Jürgen Leinemann (2001), Peter Scholl-Latour (2003), Heinrich Breloer und Horst Königstein (2005), „Reporter ohne Grenzen“ (2007), Günter Wallraff (2010), Detlef Drewes (2012), Glenn Greenwald (2015), Can Dündar (2017), Anja Reschke (2019) sowie zuletzt 2022 das Magazin „Zaborona“ aus der Ukraine sowie die Journalistinnen Ljubou Kaspiarovich (Belarus) und Marfa Smirnova (Russland).

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